Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Kultur

Kultur ist grundlegender Ausdruck unseres menschlichen Daseins. Ob Pandemie, Kriege oder Angriffe auf die Demokratie: Kultur spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen und Diskurse wider, greift diese auf und macht sie sichtbar. Kultur kann neue Perspektiven auf Vergangenheit oder aktuelle Krisen bieten. Künstlerinnen und Künstler machen es sich immer wieder zur Aufgabe, gesellschaftliche Entwicklungen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln kritisch zu beleuchten.

Selbstverständlich dient Kultur darüber hinaus auch der Unterhaltung. Das kulturelle Erlebnis entführt die Menschen aus ihrem Alltag, erfreut oder macht nachdenklich.

Keine Branche wurde in der Corona-Krise so hart getroffen wie der gesamte Kulturbereich. Für die Kultur bedeutete dies, dass sämtliche Veranstaltungen abgesagt oder nur unter strengen Auflagen genehmigt werden konnten.

Der SPD-geführte Hamburger Senat hat daher mit Unterstützung des Bundes zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht, mit denen die wirtschaftlichen Auswirkungen in den Kultureinrichtungen abgefedert werden konnten. Den Neustart in der Kultur in Hamburg haben wir mit dem Hamburger Kultursommer 2021 mit zusätzlichen 22 Millionen Euro gefördert.

2022 stärken wir Hamburgs Kultur weiter. So stellen wir dem Museum für Hamburgische Geschichte zu seinem 100-jährigen Bestehen 200.000 Euro für ein attraktives Sonderprogramm zur Verfügung. Mit 170.000 Euro fördern wir die fünf Museen und Ausstellungshäuser der Hamburger Kunstmeile für ein Open-Air-Kunstwerk zur Belebung der Innenstadt mit Elementen bildender und darstellender Kunst.

Im Hamburger Haushalt wird an der Kultur nicht gespart. Der Entwurf des Senats für die Jahre 2023 und 2024 sieht eine weitere Steigerung der Ausgaben für die Kultur von 379 Millionen auf 404 Millionen vor. Wir wollen die Entwicklung des Deutschen Hafenmuseums, die Planungen für das Haus der Digitalen Welt und die Weiterentwicklung von Kampnagel auf den Weg bringen.

Auf dieser Seite finden Sie Pressemitteilungen, Nachrichten und aktuelles zur Arbeit der SPD-Bürgerschaftsfraktion zum Thema Kultur.

 

 

Rot-Grün fördert „Geschichtsort Stadthaus“: Ein würdevolles Gedenken an die Opfer des NS-Regimes

20.09.2022. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen begrüßen die Übernahme des „Geschichtsortes Stadthaus“ in die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (SHGL). Mit einem gemeinsamen Antrag stellt Rot-Grün jetzt Mittel in Höhe von bis zu 169.500 Euro bereit, um die Entwicklung des Gedenkortes weiter zu unterstützen (siehe Anlage). Damit sollen Aufwendungen für die Einrichtung von Ausstellungsflächen sowie Betriebskosten abgedeckt werden. Der Gebäudekomplex am Neuen Wall/Stadthausbrücke war während der nationalsozialistischen Herrschaft die „Zentrale des Terrors“ in Hamburg – bis 1943 waren hier das Polizeipräsidium sowie die norddeutschen Leitstellen von Kriminalpolizei und Gestapo untergebracht. Der Gedenkort erinnert an die Menschen, die von den Nationalsozialisten bei Vernehmungen misshandelt, gefoltert und ermordet wurden.

Dazu Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass an diesem für Hamburgs Erinnerungskultur so bedeutsamen Ort ein würdevolles Gedenken an die Opfer der NS-Zeit möglich wird. Daher haben wir das Stadthaus in der Vergangenheit mit Mitteln aus dem Hamburger Haushalt unterstützt. Mit unserem Antrag wollen wir jetzt den Ausbau der Ausstellungsflächen sowie des Lernortes und zudem auch die Betriebskosten für 2022 sichern. Dass der ‚Geschichtsort Stadthaus‘ in die Trägerschaft der SHGL übernommen wurde, bringt die Planungen zur künftigen Gestaltung der Ausstellungsflächen sowie die Integration eines multifunktionalen Lernortes weiter voran. Die Ausstellungen, Veranstaltungen und pädagogischen Formate im Stadthaus werden einen angemessen Rahmen bereitstellen, um an die Opfer des Nationalsozialismus und die Gräueltaten der NS-Zeit zu erinnern.“

Vorwürfe gegen den NDR Hamburg: „Es ist notwendig, einen transparenten Aufklärungsprozess zu starten“

09.09.2022. Die Landesfunkhausdirektorin des NDR Hamburg, Sabine Rossbach, hat aufgrund von Vorwürfen zu Ihrer Amtsführung angekündigt, ihre Tätigkeit ruhen zu lassen.

Dazu Hansjörg Schmidt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg und Mitglied im Landesrundfunkrat: „Die Mitarbeitenden des Norddeutschen Rundfunks sind bekannt für ihre hohen journalistischen Standards und ihre qualitativ hochwertige Berichterstattung. Die Unruhe, die in den letzten Tagen um den Sender entstanden ist, wird ihnen nicht gerecht. Die Vorwürfe der Vetternwirtschaft wiegen schwer, doch es gilt die Unschuldsvermutung. Es ist notwendig, dass der NDR nun einen transparenten Aufklärungsprozess startet und Sabine Rossbach für diesen Zeitraum ihr Amt ruhen lässt. Schon der Eindruck, es sei aus persönlichen Motiven Einfluss auf Berichterstattung ausgeübt worden, ist fatal. Deshalb braucht es im NDR eine lückenlose Analyse. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es einen umfangreichen und transparenten Aufarbeitungsprozess geben wird, an dessen Ende eine Klärung der Vorwürfe steht.“

Rettung des Harburger Schlosses: Rot-Grün unterstützt Erhalt von Hamburgs ältestem Baudenkmal

08.05.2022. Das seit der Gotik mehrfach umgebaute Harburger Schloss ist prägend für den Stadtteil Harburg und zugleich Hamburgs ältestes Baudenkmal – bereits um das Jahr 1000 gab es hier eine erste Befestigung. Aufgrund vieler Umbauten in den vergangenen Jahrhunderten weist das Schloss durch eine veränderte Statik mittlerweile erhebliche Setzungsrisse auf. Bei einer bereits laufenden Baumaßnahme treten nun erhebliche Schwierigkeiten im Baugrund auf: Die statische Abfangung kann entgegen der ursprünglichen Planung nur noch mit einer Stahlskelettkonstruktion gesichert werden. Hierfür wollen die rot-grünen Regierungsfraktionen mit einem gemeinsamen Antrag 1.006.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 bereitstellen (siehe Anlage). Weitere 400.000 Euro können über den investiven Quartiersfonds zur Verfügung stehen. Über den Antrag von SPD und Grünen stimmt die Bürgerschaft am 11. Mai ab.

Dazu Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Das Harburger Schloss ist die Keimzelle Harburgs und ein bedeutendes Kultur-Erbe der Stadt. Nachdem in den 70er-Jahren der Ostflügel des Schlosses durch einen Abriss unwiederbringlich verloren ging, bleibt mit dem Westflügel, der auf das gotische ‚Hohe Haus‘ aus der Zeit um 1440 zurückgeht, ein echter Schatz erhalten: Bisher verborgen liegt dort der älteste erhaltene Raum Hamburgs. Die Umplanung der bisherigen Baumaßnahme wird nicht nur zur Sicherung der Räumlichkeiten beitragen, sondern auch dazu führen, dass ein im Kellergewölbe angedachter Ausstellungsraum nun viel höher angelegt werden kann und so eine umlaufende Galerie für Museumsbesucher:innen entsteht. Darüber freue ich mich ganz besonders, denn für das Stadtmuseum Harburg als Teil des Archäologischen Museums Hamburg ergibt sich nun die einmalige Chance, die Geschichte der Stadt an ihrem Ursprungsort für Besucher:innen erlebbar zu machen.“