Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Nachrichten von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu wechselnden Themen.

15.11.2021

Die Bergedorfer Sternwarte bewirbt sich um die Anerkennung als Weltkulturerbe

Nach einer ersten Bewerbung im Jahre 2012 hat Hamburg die Bergedorfer Sternwarte als national wertvoll eingestuftes Kulturdenkmal nun erneut ins Rennen um den Titel Welterbe geschickt und bei der Kultusministerkonferenz (KMK) für eine Bewerbung angemeldet. Die KMK entscheidet 2023 darüber, welche Stätten auf der offiziellen Vorschlagsliste der Bundesrepublik (Tentativliste) zum Welterbe vertreten sein werden und ab 2025 in die offizielle Bewerbungsphase bei der UNESCO einsteigen dürfen. Nur Stätten, die auf dieser Vorschlagsliste verzeichnet sind, können in den kommenden zehn Jahren Anträge auf Eintragung in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt stellen.

Das zwischen 1906 und 1912 erbaute Ensemble Hamburger Sternwarte ist die erste und heute noch vollständige Anlage der Übergangszeit von der klassischen Astronomie zur modernen Astrophysik und dokumentiert diesen Wandel bis heute in einzigartiger Weise. Als weltweit einzigartiges Zeugnis zeigt sie mit ihrer instrumentellen Ausstattung die technische Entwicklung der Teleskoptechnik von etwa 1850 bis zur Gegenwart. Ihr Linsenteleskop „Großer Refraktor“ im Kuppelgebäude gehört zu den größten in Deutschland...[mehr]

Kategorie: Kolumne

08.11.2021

MOIN – Gemeinsame Filmförderung im Norden

Im Sommer konnten nach der Corona-bedingten Schließung die Kinos wieder öffnen, ein leichtes Aufatmen ging durch die Kino- und Bewegtbildbranche. Im Norden haben sich Hamburg und Schleswig-Holstein zusammengetan, um mit einer gemeinsamen Einrichtung Filmschaffende vielfältig zu unterstützen: Die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH mit Sitz in Hamburg.

Das norddeutsch anmutende Akronym MOIN steht für »Moving Images North«; Aufgabe der MOIN Filmförderung ist es, Kinofilme, High-End-Serien und innovative, audiovisuelle Formate aller Genres zu unterstützen: vom ersten Drehbuchentwurf über die Produktion bis hin zum Verleih und Vertrieb sowie der Festivalpräsentationen.

Gesellschafter der MOIN Filmförderung sind die Freie und Hansestadt Hamburg sowie das Land Schleswig-Holstein. Der MOIN Filmförderung stehen jährlich ca. 15,7 Mio. Euro (inklusive Betriebskosten) zur Verfügung. 9,2 Mio. Euro stammen aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg und 1 Mio. steuert das Land Schleswig-Holstein hinzu. 1,2 Mio. Euro kommen vom NDR, 1 Mio. vom ZDF sowie rund 2,3 Mio. Euro für Filmförderung aus einem vom Gesetzgeber festgelegten...[mehr]

Kategorie: Kolumne

01.11.2021

Vor 60 Jahren: Anwerbeabkommen mit der Türkei

Vor 60 Jahren, am 30. Oktober 1961, schloss die Bundesrepublik ein Anwerbeabkommen mit der Türkei. Es war eine pragmatische Vereinbarung aus ökonomischen Gründen – mit prägenden Folgen für die deutsche Gesellschaft.

In einem zweiseitigen Dokument regelte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft am 30. Oktober 1961 die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland: das sogenannte Anwerbeabkommen. Nach den Abkommen mit Italien, Spanien und Griechenland konnten sich nun auch türkische Arbeiter für eine Stelle in Deutschland bewerben. Es kamen Schreiner und Maschinenschlosser, Bauern und Bauarbeiter, Ungelernte und Ausgebildete, Männer und Frauen.

Heute bilden Menschen mit türkischer Herkunft eine der größten ethnischen Minderheiten in Deutschland. Auch in Hamburg prägten in den vergangenen sechs Jahrzehnten die »Gastarbeiter« das öffentliche Erscheinungsbild der Stadt, sorgten für kulturelle Auf- und Umbrüche und trugen wesentlich zum weltoffenen Flair der Hansestadt bei.

Das Anwerbeabkommen von 1961 sollte aus deutscher Sicht einem Mangel an Arbeitskräften entgegenwirken,...[mehr]

Kategorie: Kolumne

25.10.2021

Identitätspolitik – notwendiges Debattenthema oder überflüssige Randgruppen-Nabelschau?

Seit einiger Zeit wabert ein diffuser Begriff durch den öffentlichen Diskursraum, der manche Zeitgenossen zu leidenschaftlichen Stellungnahmen veranlasst, andere hingegen etwas ratlos dastehen lässt: An der »Identitätspolitik« scheiden sich die Geister, auch in der SPD.

Die Probleme mit der Identitätspolitik beginnen schon mit deren Begriffsbestimmung; Wikipedia etwa führt folgende (sehr abstrakte) Definition an: »Identitätspolitik (englisch identity politics) bezeichnet eine Zuschreibung für politisches Handeln, bei der Bedürfnisse einer spezifischen Gruppe von Menschen im Mittelpunkt stehen. […] Angestrebt werden höhere Anerkennung der Gruppe, die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Position und die Stärkung ihres Einflusses. Um die Mitglieder einer solchen Gruppe zu identifizieren, werden kulturelle, ethnische, soziale oder sexuelle Merkmale verwendet.«

Relativ unumstritten als Wesensmerkmale der Identitätspolitik sind die Grenzziehung anhand von Gruppenzugehörigkeit, ein affirmativer Impuls in der Eigenwahrnehmung der Gruppenmitglieder und die Verfolgung von Partikularinteressen.

Kategorie: Kolumne

19.10.2021

ITS-Weltkongress – die Veranstalter ziehen ein hochzufriedenes Fazit

Vom 11. bis 15. Oktober 2021 drehte sich in Hamburg alles um intelligente Mobilität: Die Hansestadt stellte gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern auf dem ITS Weltkongress 2021 die neuesten Trends in Sachen Digitalisierung, Mobilität und Logistik vor. »ITS« steht für »Intelligent Transport Systems«, Ort des größten Branchentreffens zu diesen Themen waren die Messehallen, das Congress Center Hamburg (CCH) und ausgewählte Orte in ganz Hamburg.

Ziel des Weltkongresses war es, innovative Mobilitätskonzepte erlebbar zu machen und bereits heute einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Hansestadt zu geben. Die ITS-Strategie zur Digitalisierung der Mobilität von Menschen und Waren in Hamburg reicht über den Kongress hinaus bis ins Jahr 2030.

 Einige Schlüsselbereiche des ITS-Weltkongresses waren:

  • Automatisierte, kooperative und vernetzte Mobilität, also der Übergang vom Fahrer zum automatisierten und autonomen Fahren bei Automobil, Bus oder Bahn
  • Mobilitätsdienstleistungen (Mobility as a Service and Mobility on Demand), also die...[mehr]
Kategorie: Kolumne