Wappen der Hamburgischen Bürgerschaft

Dr. Christel Oldenburg MdHB

Nachrichten von Dr. Christel Oldenburg

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu wechselnden Themen.

31.01.2022

»Tiny Houses« mögen niedlich sein – aber sie sind keine Lösung für Hamburgs Wohnungsbau

Seit einiger Zeit taucht in vielen Diskussionen um alternative Wohnformen der Begriff der »Tiny Houses« auf – damit gemeint sind Mini-Wohneinheiten mit einer radikal minimierten Grundfläche, oft als kleine Hütten konzipiert, seltener als Wohnungen resp. Wohncontainer im Mehrgeschoss-Bau.

Diese Tiny Houses (»Winzige Häuser«) scheinen auf manche Menschen sehr reizvoll zu wirken – so reizvoll, dass vor knapp zwei Wochen die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Anke Frieling, eine Kleine Anfrage an den Senat stellte, wie es denn um die Tiny Houses als alternative Wohnform in der Hansestadt bestellt sei.  

Ein spannendes Nischenangebot seien die sogenannten Tiny Houses: Kleine Häuser mit einer Wohnfläche zwischen 10 und maximal 50 Quadratmetern, die weniger Baustoffe und weniger Energie beanspruchten und erschwinglich seien; sie stellen eine attraktive Alternative für immer mehr Menschen dar, die Nachfrage nach den kleinen Häusern steige entsprechend an. Besonders attraktiv seien sie für Schwellenhaushalte.

Die Antwort des Senates fiel nüchtern aus:

Kategorie: Kolumne

24.01.2022

Konzepte gegen die Verödung der Innenstädte – das Beispiel »Bergedorf Now«

Schon im August letzten Jahres warnte der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) vor einer bedenklichen Auszehrung der bundesdeutschen Orts- und Stadtzentren:

»Die Verödung der Innenstädte und Ortskerne in Deutschland nimmt dramatisch zu. Schon vor der Corona-Krise waren viele Innenstädte in einer schwierigen Lage, viele große Kaufhäuser wurden geschlossen, Leerstände nahmen zu. Die Pandemie hat diesen Prozess dramatisch beschleunigt.

Nach Schätzungen werden ca. 100.000 Geschäfte schließen oder gar nicht wieder öffnen. Davon sind fast 500.000 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen. Parallel dazu wächst der Online-Handel und hat im Jahr 2020 einen Umsatz von über 70 Mrd. Euro erzielt.«

Der DStGB steht mit dieser Einschätzung nicht allein da; das Handelsforschungsinstitut IFH etwa sieht neben dem extrem wachsenden Online-Handel eine zu stark auf den stationären Einzelhandel ausgerichtete Infrastruktur der Innenstädte als korrekturbedürftig an, um ausufernden Leerständen und abnehmenden Passantenfrequenzen entgegenzutreten. 

Dabei zeigte bereits eine große...[mehr]

Kategorie: Kolumne

17.01.2022

Die Metropolregion Hamburg sucht zum dritten Mal die »Metropolitaner« des Jahres

Die Metropolregion Hamburg ehrt zum dritten Mal besonderes Engagement für die Region mit den »Metropolitaner Awards«. Unter der Schirmherrschaft der Regierungschefs der vier norddeutschen Länder werden Menschen, Vereine, Stiftungen und Unternehmen gesucht, die sich täglich für das Wohl der Region einsetzen.

Initiator des Metropolitaner Awards ist der Unternehmensbeirat der Metropolregion Hamburg in Kooperation mit Ländern, Kreisen, Kommunen, Handels- und Handwerkskammern sowie den Wirtschafts- und Sozialpartnern. Zu der Region gehören mehr als 1.000 Orte in 20 Kreisen, kreisfreien Städten und Kommunen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Kooperation besteht seit 1996 mit dem Ziel, eine freiwillige stärkere regionale Zusammenarbeit zu fördern. Sie ist Impulsgeber und hilft über Förderfonds, regionale Projekte finanziell zu unterstützen.

Der Metropolitaner Award ehrt herausragendes Engagement in der Metropolregion Hamburg und zeichnet besonderen Einsatz in den drei Kategorien »Unternehmen«, »Vereine und Stiftungen« und "Menschen aus der Region" aus. Ziel ist es, das regionale...[mehr]

Kategorie: Kolumne

10.01.2022

Schwierige Zeiten im Wohnungsbau – so will Hamburg reagieren

Die heftigen Preisverwerfungen auf dem Wohnungsbaumarkt könnten auch für das Hamburger Wohnungsbauprogramm problematisch werden – einen aktuellen Überblick vermittelt eine Pressemitteilung des Verbandes norddeutscher Wohnungsbauunternehmen (VNW) vom 10. Januar 2022:

»Harte Zeiten für Bauherren: Vor allem gestiegene Kosten für Materialien wie Holz, Stahl oder Dämmstoffe treiben die Preise in die Höhe. Der Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude verteuerte sich im November 2021 so stark wie seit 1970 nicht mehr. Die Baupreise legten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,4 Prozent zu. Ein stärkerer Anstieg wurde nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag zuletzt im August 1970 mit damals 17,0 Prozent gemessen«, erklärt der VNW.

VNW-Direktor Andreas Breitner ruft die norddeutschen Landesregierungen dazu auf, als Gegenmaßnahme eigene, befristete Förderprogramme aufzulegen:

»Das statistische Bundesamt beschreibt eine Kostenexplosion, die den sozialen Wohnungsbau im ganzen Norden bedroht. Experten sprechen längst von ›Bauflation‹. Wichtig ist daher jetzt...[mehr]

Kategorie: Kolumne

03.01.2022

Haushaltsplan, Wohnungsbau, Umwelt, Corona – ein Ausblick auf große Themen 2022

Der Januar ist noch jung, daher möchte ich allen Leserinnen und Lesern vorweg ein frohes neues Jahr wünschen – mögen die nächsten zwölf Monate doch etwas entspannter vonstatten gehen!

Politisch steht in Hamburg nach den Feiertagen keine lange Pause an; die ersten Gremientreffen sind bereits für diese Woche geplant, die Bürgerschaft kommt zur ersten Sitzung am 19. Januar zusammen. Daher sei ein kleiner Ausblick auf wichtige Themen in Hamburg erlaubt, die 2022 politisch zum Tragen kommen.

– Der Haushalt 2023/2024 muss dieses Jahr vorbereitet und verabschiedet werden, der Haushaltsausschuss trifft sich daher schon am 11. Januar zur ersten Sitzung.

Der Senat hat bereits im November 2021 in einer Mitteilung an die Bürgerschaft zur Finanzplanung bis 2025 und zum langjährigen Trend der Steuererträge für das Jahr 2022 darauf hingewiesen, dass die ursprünglich angesetzten Zahlen wohl überarbeitet werden müssten:

Ursächlich mitverantwortlich sind nachvollziehbar die Corona-bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaftlsleistung. Dieses Jahr wird sich nicht allzuviel in den Planzahlen...[mehr]

Kategorie: Kolumne